Moin,
wahrscheinlich wirst Du es ja schon wissen.....
Egal ob Marokko, Senegal oder Kiesgrube:
1. Bei Baujahr 2002 muss der Kettenspanner getauscht werden! Alte anfällige Teile sind silber, die neuen besseren oliv beschichtet.
2. Auf jeden Fall die Kühler verstärken - eine harte Landung auf einem Stein am Kühlerspoiler und Dein Kühler ist total krumm und leckt.
Es gibt leichte Alurahmen für die Kühler - alles fimschig - hier darf man nicht auf das Gramm gucken, solides Flacheisen als Rahmen mit kleinen Knotenblechecken schnell mal selbst zusammengeschweißt Isoband drum gegen Kontaktkorrosion und mit Gewindestangen angefriemelt. Oder perfekt aus Duralaluminium geschweißt, wenn die 10´tel zählen.
3. .....ääähhhh, ähhhh - nö, ansonsten iss alles supi,

höchstens einen größeren Motorschutz aus Alu und Motordeckelcover aus Alu und Bärentatzenfußrasten und einen stabilen 28mm Magura SX Alulenker (der originale verbiegt schnell).
Ds was man mit hat geht eh nicht kaputt und das was kaputt geht hat man nicht mit.
Und das Folgende ist ja eher lächerlich zu erwähnen, weil das jeder weis, der sich auch nur ansatzweise mit Fernreise beschäftigt hat und es gilt nicht speziell für die DRZ, sondern allgemein:
Das Möpp wird 1a in Schuss gebracht bevor man los fährt - Reifen, Kupplung, Bremsebeläge, Schwingenkettenschleifschutz, Radlager, Kettensatz, Zündkerze, Hebelumlegungen und Schwingenachse fetten, Motorservice und Gabel/Federbeinservice sollten neuwertig sein. Das ist die beste Versicherung.
Kupplungszug und Öffnergaszug verlegt man gleich parallel an die vorhandenen Züge, dann kann man schnell mal umhängen.
Und mit geschlossenen Handprotektoren brechen idR auch keine Hebel. Will man ohne Schutz fahren, kann man ja Ersatzhebel mitnehmen oder im Servicewagen hinterlegen. Qualität ist wichtig - die billigen brechen sofort ab - da muss man, wenn nicht vorhanden, eine Sollbruchkerbe einfeilen. Die Guten verbiegen sich und man kann weiter fahren und selbst wenn er mal abgebrochen ist, steckt/hämmert man auf den Stumpf das Verlängerungsröhrchen vom Bordwerkzeug oder den Zündkerzenschlüssel.
Seitenständer dran lassen, damit man damit den Reifen in das Felgenbett drücken kann. Lieber einen längeren Montierhebel zum kurzen mit nehmen als sich quälen - bringt mehr Vorteile als die 300 Gramm Gewichtsersparnis. Die Luftpumpe eingepackt?
Und nie nahe an Büschen halten - das sind meist Dornenbüsche und ringsum liegen die Reifenplattmach-Dornen rum.
5 M6 Schrauben verschiedener Länge /Muttern/Scheiben, 2 m Blumendraht, Kabelbinder verschiedener Größen, Panzerband, 2-Komponenten-Epoxy Knetmasse, neuer 6 mm Bohrer, Kleinsäge und winzige Hartlötkleinpistole mit Silberlot würde ich mit nehmen wenn ich auf mich allein gestellt wäre. Damit bekommt man alles heile!
Man kann alles unterwegs reparieren oder aus anderen Fahrzeugen adaptieren - nur die Zündbox nicht, aber die ist eigentlich nicht erwähnenswert anfällig an der DRZ - wenn grad eine rum liegt - ab in den Unimog.
Richtig professionell ist es, wenn man einen alten Schlauch aufschneidet und als zusätzliche Lage in den Reifen legst. Moos? Manche schwören drauf und eine Saison hält es schon und es spart Schläuche und Werkzeug, man kann dann aber unterwegs nicht mehr mit dem Luftdruck spielen.
Gruß SOR