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 Betreff des Beitrags: fix mal nenn Ölwechsel
BeitragVerfasst: 16.06.2006 14:46 
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DRZ-Junior

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Hallo Gemeinde, für morgen ist einen Oelwechsel geplant. Leider bekam ich beim Kauf kein Handbuch dabei.

Nun: Gibt es irgentwas wichtiges zu beacheten wo man sich die Karten legen kann?

1,9 Liter mit filter wieder drauf ( oben in den Einfüllstutzen, denke ich) und alles wird gut.

Gruss der Heinrich :)

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Gruß der Heinrich


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16.06.2006 20:56 
Hä?, schon mal Ölwechsel bei Trockensumpfschmierung gemacht? (Nicht nur Öl unten ausm Sumpf sondern auch ausm Rahmen! laufen lassen)


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BeitragVerfasst: 16.06.2006 21:29 
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Hallo Heinrich,

Ölwechsel:

1. Maschine warmfahren

2. Wanne unterstellen

3. Ölpeilstab rausdrehen

4. beide Ölablassschrauben öffnen
wie Günter schon schrub gibt's bei der Trockensupfschmierung 2 Ölablasschrauben. Eine befindet sich unten am Motor (wo sonst? ;-) ), die zweite befindet sich am Brustrohr, also vorne unten am Rahmen.

5. Öl rauslaufen lassen, Zeit lassen

6. Ölfilerdeckel abschrauben (3 Schrauben) und Ölfilter entnehmen.
Wenn du den Ölfilterdeckel abschraubst, dann sei darauf gefasst, dass da auch etwas Öl rausläuft. Aber nicht die Wanne unter der DRZ wegziehen, weil da dann auch nochmal ein Schwab rauskommt ;-)
Achtung: hinter dem Ölfilter befindet sich ein O-Ring, den auch rausnehmen und später durch einen neuen ersetzen.

7. Die Ölablasschraube vom Motor hat einen Magneten. Den jetzt von den Spänen säubern.

8. Beide Ölablasschrauben am besten mit neuen Kupferquetschringen wieder einschrauben.
Schraube Motor: 21Nm
Schraube Rahmenrohr: 18Nm

7. Neuen Ölfilter mit neuem O-Ring einsetzten. Den O-Ring im Ölfilterdeckel würde ich auch erneuern. Ölfilterdeckel aufschrauben

8. Öl einfüllen. Suzuki empfiehlt 1,8 Liter bei Ölwechsel inkl. Filtertausch. Ich mach immer erstmal ein bißchen weniger rein und korrigiere ggf. später.

9. Motor starten, den Peilstab dabei nur aufsetzen, nicht festschrauben. Keine Angst, da spritzt nix raus, dient nur der Entlüftung. Den Motor die ersten Sekunden nur im Standgas laufen, auf keinen Fall hochdrehen, da noch nicht überall wieder ausreichend Öl ist.

10. Nachdem der Motor ein bißchen gelaufen ist, Ölstand kontrollieren und ggf. korrigieren. Der Peilstab wird zum messen nur aufgesetzt, nicht reingeschraubt.

11. Wenn alles fertig ist darfst du endlich den Peilstab reinschrauben. Fertisch ;-)

Gruß
Theo

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BeitragVerfasst: 16.06.2006 21:36 
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Theo,

du bist bei kurzen, präzisen und coolen Beschreibungen einfach klassse!! :respekt:

Schade, dass man sowas nicht patentieren lassen kann.. :mecker:

Gruß
Rainer

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Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit


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BeitragVerfasst: 16.06.2006 22:56 
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:shock:
Lob vom Meister persönlich?

geht runter wie Öl :mrgreen:

Gruß
Theo

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 Betreff des Beitrags: fix mal nenn Ölwechsel
BeitragVerfasst: 17.06.2006 09:49 
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DRZ-Junior

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Hi Theo, bohhh eh!!

Vielen dank für deine Mühe und auch an alle hier im Forum, die mich bei meinen technischen Hilferufen unterstützt haben!!!!!!!
Toll, dass es euch gibt.

Mit dieser Anleitung gehe ich ohne Drücken im Magen daran.

Viele Grüße und immer gute Fahrt

Der Heinrich :D

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Gruß der Heinrich


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BeitragVerfasst: 17.06.2006 15:43 
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Mensch Theo,

so eine Beschreibung - das fehlt ja gar nichts !!! An die Späne am Magneten hätte ich wahrscheinlich gar nicht gedacht.
Braucht eure SM auch so auf 500 km so ´nen 1/4 Liter Öl ?

Bis denne

Marco

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Grüße aus Münster (der lebenswertesten Stadt der Welt, ... und seit kurzer Zeit: Bundeshauptstadt im Klimaschutz)


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BeitragVerfasst: 17.06.2006 16:17 
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Hi Marco,

ich hab eben knapp 250 ml nach 2300 km seit dem letzten Ölwechsel nachgefüllt. Und dabei hab ich fast das Gefühl, dass das sogar schon n bissl viel war...

Gruß Turi


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 Betreff des Beitrags: fix mal nenn Ölwechsel
BeitragVerfasst: 19.06.2006 10:03 
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DRZ-Junior

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Hallo zusammen, Oelwechsel hat mit dieser Anleitung auch für einen Schrauber mit zwei linken Hände und jeweils fünf Daumen daran kein Probelm dargestellt!!

Einzig, meine Oelablassschraube am Motor hat keinen Magneten und ist auch nicht magnetisch.

Entweder ist der in der Produktion vergessen worden oder das Model K5 hat das evt. nicht mehr? Wenn das noch jemand weiß.

Immer gute Fahrt!!

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Gruß der Heinrich


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 Betreff des Beitrags: fix mal nenn Ölwechsel/ Antwort für Marco
BeitragVerfasst: 19.06.2006 10:07 
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DRZ-Junior

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Hallo Marco, bisher bin ich 9000KM Gelände gefahren, oelverbrauch gleich 0,0.

In den ersten 2000km hat sie etwas oel genommen, ca. 0,4 bis 0,6 l.

Danach nix mehr. Schein ein sehr ausgereiften Motor zu sein.

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Gruß der Heinrich


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BeitragVerfasst: 19.06.2006 13:52 
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Hi Theo, man ich bin dafür das du dich bei Suzuki um einen Posten bewirbst. Wenn du die Aufbauanleitung meiner Schrankwand geschrieben hättest, dann hätte ich sicher ein schönes Wochenende gehabt. :) Nein Respekt! Diese Anleitung unbedingt bei den Technik Tipps im Forum aufnehmen!!! :respekt: :respekt: :respekt:


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BeitragVerfasst: 19.06.2006 15:33 
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Leute, jetzt übertreibt mal nicht so schamlos :oops: die Anleitung hätte jeder andere auch schreiben können.

Das Wichtigste habe ich ja noch vergessen: die Öl-Eingeweideschau ;-)
Schon die alten Römer haben versucht in den Innereien von Tieren den Willen der Götter zu erfahren und auch die Zukunft vorherzusagen. Sogesehen befriedigt die Öl-Eingeweideschau bestimmte Urinstinkte in uns Menschen und sollte allein deshalb schon durchegführt werden ;-)

Jetzt mal im Ernst: Es lohnt sich immer, das alte Öl anhand von Farbe, Geruch, "Gefühl" und Rückständen zu beurteilen. Das kann (muß aber nicht ;-) ) einiges über den Zustand und das Wohlergehen vom Motor aussagen.

Wenn das Öl z.B. stark nach Bezin riecht, dann kann das verschiedene Ursachen haben. Einmal durch viel Kurzstreckenbetrieb, da wird Benzin ins Öl eingeschlept. Es kann aber auch sein, dass das Schwimmerventil nicht 100% dicht ist, und das deshalb beim Abstellen etwas Sprit in den Motor läuft, wenn man den Benzinhahn nicht zumacht.

In dem Fall würde man es wahrscheinlich auch am Gefühl merken: einfach mal Daumen und Zeigefinger ins alte Öl tauchen (am besten wenn's etwas abgekühlt ist, sonst evtl. aua ;-) ) und aneinander reiben. Wie fühlt sich das an? "Gut"? Also schön schmierig ohne schleimig zu sein; ist auch wenn man die Finger zusammenpresst und reibt noch ausreichend schmieriges Gefühl vorhanden? Oder fühlt es sich "dünn" an, reißt der Schmierfilm sozusagen ab? Dann war der Ölwechsel überfällig, bzw. Benzin im Öl.

Wie ist die Farbe? Glänzt das Öl sehr stark, dann befindet sich viel (Aluminium-)Abrieb im Öl. Etwas Abrieb ist ganz natürlich, nur wenn man den Eindruck hat, das da eigentlich Quecksilber rausläuft, dann muß man sich fragen wo das herkommt. Ist die Maschine vielleicht sonstwie auffällig geworden? ALuabrieb kommt meistens aus der Kupplung, gibt's da irgendeine Auffälligkeit?
Zur Farbe: eine gesunde Schwarzfärbung ist normal, es ist schließlich eine Aufgabe vom Öl, Schmutz aufzunehmen. Rabenschwarzes Öl und ein "verbrannter" Geruch deuten auf Vollgasorgien hin.

Wie sieht's aus mit Rückständen im Öl? Viele Späne? Wenn sich viele Späne im Öl befinden, dann kommt das meistens von schlechtem Warmfahren, oder es ist was im Argen.
Was sind das für Späne: magnetisch oder nicht? Die meisten Stahlspäne (also magnetisch) kommen aus dem Getriebe. Ist damit alles in Ordnung? Heult ein Gang? -> Pittingbildung am jeweiligem Zahnradpaar -> Späne im Öl
Außer Spänen können sich natürlich auch andere Sachen im Öl befinden.
Z.B. wenn ein Lager den Geist aufgibt zerbricht irgendwann der Lagerring. Spätestens wenn man ein Stückchen davon im Öl findet sollte man den Betrieb einstellen.

Ich versuche anhand der "Eingeweideschau" auch zu beurteilen, ob ich den Service eventuell zu lange rausgezögert habe, oder ob ich eigentlich "zu früh" gewechselt habe. Bei einer Sportenduro kann man das Wartungsintervall nicht auf einen bestimmten Wert festschreiben. Die Hersteller geben irrwitzige Werte an, z.B. 5-10h um nicht in die Haftung zu kommen. Nach 5-10 Stunden gemütlichem Endurowandern muß man auch bei einer KTM EXC noch kein Öl wechseln. Nach 5h Erzbergrennen vielleicht schon. Wenn man sich immer brav das alte Öl anschaut, dann entwickelt man mit der Zeit ein Gefühl dafür, was man seiner Maschine zumuten darf, bevor sie mal wieder eine "Blutwäsche" braucht.

Das war jetzt natürlich bei weitem keine vollzählige Liste, dazu fehlt mir auch praktische Erfahrung. Ein 50jähriger Werkstattmeister kann da ganz andere Stories erzählen ;-)
Ich wollte nur darauf hinweisen, dass das alte Öl zu schade ist, um es ungesehen wegzuschütten, dazu enthält es zuviele Informationen ;-)

Gruß
Theo

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